Lars Kuonen

04/03/2019 // Step by Step

Am 6. März 2018 stürzte ich im Super-G auf dem Stoos schwer und zog mir einen Kreuzbandriss in beiden Knien zu. Heute, ein Jahr später geht es mir sehr gut. Ich bin extrem dankbar und glücklich, dass ich wieder ohne Beschwerden Rennen fahren kann. Ich muss kaum Rücksicht auf meine Knie nehmen & keine Trainings- oder Rennpausen einlegen.

Seit meinen Comeback Rennen in Meiringen vor etwas mehr als einem Monat bin ich fleissig FIS-Rennen gefahren. Im Slalom fühle ich mich etwas besser als im Riesenslalom. Dort habe ich meine FIS-Punkte der letzten Saison schon etwas verbessern können. Im Riesenslalom fehlen mir aufgrund des höheren Tempos noch ein wenig Vertrauen und die Bereitschaft, das volle Risiko einzugehen. Ich merke aber, dass es mit jedem Rennen und mit jedem Training immer besser. Ich muss weiterkämpfen und dranbleiben. Der 2. Rang vom FIS-Riesenslalom in Pila vergangenen Samstag hat mir in dieser Hinsicht sehr gutgetan. Es war schön wieder auf dem Podest zu stehen!


Heute bin ich einen FIS-Slalom in Wildhaus gefahren. Mit Startnummer 21 und einem 11. Schlussrang bin ich soweit zufrieden, auch wenn der 2. Lauf etwas zu «brav» war. Morgen steht hier ein weiterer Slalom auf dem Programm & dann geht es weiter nach Österreich, wo wir 4 FIS-Rennen bestreiten werden. Ich freue mich auf den letzten Rennmonat und werde alles geben, um gute Resultate zu erzielen!

29/01/2019 // Schreckmoment in Meiringen

Vom 22. bis 25. Januar fanden in Meiringen vier FIS-Rennen – zwei Riesenslaloms gefolgt von zwei Slaloms – statt. Mit Vorfreude blickte ich auf diese ersten Rennen nach meiner Verletzung. Endlich konnte ich wieder am Start stehen und mein Bestes geben!
Mit Startnummer 12 ging es für mich los. Nach dem ersten Lauf lag ich mit 1,7 Sekunden Rückstand auf Position 24. Meine Fahrt war gut, aber verhalten. Das Vertrauen für das letzte Risiko fehlte noch. Im zweiten Lauf schied ich leider kurz vor dem Ziel aus. Ich war mit der drehenden Kurssetzung und der gewässerten Piste etwas überfordert, und es fehlten noch Trainingstage. Alles in allem war ich aber glücklich, wieder dabei zu sein. 

Der zweite Tag lief nicht so gut. Nach einem Innenskifehler und einer extremen Kniebewegung hatte ich Schmerzen nach dem Zieleinlauf. Es fühlte sich so ähnlich an wie vor 10 Monaten bei meinem Sturz. Ich war nervös und hatte Angst, dass etwas kaputt sein könnte. Daher hatte ich dann nur noch einen Gedanken: den zweiten Lauf auslassen und in Rheinfelden mein Knie kontrollieren lassen. Nach einem kurzen Check beim Physiotherapeuten und Chirurgen war dann klar, dass alle Bänder und Sehnen in Ordnung waren. Mir fiel ein grosser Stein vom Herzen!

Die zwei folgenden Tage habe ich mein Knie zuhause gepflegt und am Wochenende wieder trainiert. Gegen Ende der Woche nehme ich in Malbun an zwei FIS-Slaloms teil.

TRALALA

20/01/2019 // Der Nachtslalom in Crans-Montana

Dieser Event war eine tolle Erfahrung - man kann sich schliesslich nicht jeden Tag bei Top-Bedingungen mit der Weltspitze messen. Die Stimmung war fantastisch. 

Die gewässerte Piste und der steile Hang der Nationale waren eine echte Herausforderung. 

Ich konnte testen, ob meine Knie auch bei so einer harten, eisigen Piste schmerzfrei bleiben. Was das eigentliche Skifahren angeht, bin ich mit mir nicht ganz zufrieden: Im ersten Lauf fuhr ich etwas zu verhalten, und im zweiten Lauf bin ich leider kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Doch trotz allem freue ich mich, dass ich 10 Monate nach einer doppelten Kreuzbandverletzung wieder schmerzfrei Ski fahren kann.

11/01/2019 // Gute Trainings und beste Testergebnisse

Während der Feiertage begann ich in Saas-Grund mit dem Stangentraining – die Pisten und Schneeverhältnisse waren wirklich optimal. In den ersten Tagen machte ich verschiedene Fahrübungen und arbeitete mit Mini-Kippstangen, in den Tagen darauf dann mit den grossen Stangen. Zusätzlich dazu hatte ich morgens Riesenslalom- und nachmittags Slalomtraining.

Am 5. und 6. Januar konnte ich mit dem NLZ in Anzère Riesenslalom trainieren. Diese zwei Tage waren sehr gut und wichtig für mich, denn sie zeigten mir, dass meine Knie den Belastungen standhalten. Das Vertrauen ist wieder voll da.

Am Montag fanden im ALTIUS Swiss Sportmed Center die finalen Tests statt. Die Ergebnisse sind sehr gut! Mein Arzt und mein Physiotherapeut sind sehr zufrieden und zuversichtlich.

Dieses Wochenende werde ich bei den zwei SHM-Slaloms in Saas-Fee als Vorfahrer am Start stehen, um endlich wieder etwas Rennluft zu schnuppern.

Foto: GS-Tarining in Anzère

TRALALA

20/12/2018 // Auf dem Weg Richtung Comeback!

Meine Reha fand in der ALTIUS Swiss Sportmed Center in Rheinfelden statt. In den ersten 7 Monaten war ich jede Woche 4 Tage dort. Auf dem Trainingsplan standen Physiotherapie und verschiedene Konditionstrainings. 
Die enge Zusammenarbeit und das gegenseitige Vertrauen, vor allem zu meinem Betreuer Felix Zimmermann und dem Chirurgen Henning Ott, haben mir sehr geholfen. 

Momentan bin ich noch einmal pro Woche in der Klinik, ansonsten trainiere ich in Brig. Morgens bin ich meistens auf dem Schnee, nachmittags dann im Kraftraum. In der jetzigen Phase ist es für mich wichtig, viele Kilometer auf dem Schnee zu absolvieren, um das Gefühl für den Schnee und die Ski wiederzufinden. Was die Kondition betrifft, so arbeiten wir am letzten Feinschliff.

Am 7. Januar stehen dann die finalen Krafttests und Messungen auf dem Programm. Wenn alles nach Plan läuft, steht meinem Comeback im Februar nichts mehr im Weg!

Petit portrait

Geb. am 8.05.1995, 83 kg, 180 cm

Ski-Club: Brigerberg

Trainingsgruppe: Keine offizielle; ich bestreite Trainings und Rennen mit dem NLZ-West

Trainer:

Beruf: KV-Lehre 2016 abgeschlossen, seitdem fahre ich Vollzeit Skirennen

Beste Resultate 2017/18: 3. Platz in der FIS-Kombination in Zinal; mein erster Start an einem Europacup-Rennen in Jaun

FIS-Punkte am 1.09.2018: 26.55 Slalom, 25.20 Riesenslalom, 32.29 Super-G, 37.47 (AC)

Ziele für die Saison 2018/19: Wieder fit werden, damit ich wieder Rennen fahren kann

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